Hallo zusammen,
ich beschäftige mich gerade intensiv mit der Frage, ob REITs (Real Estate Investment Trusts) eine sinnvolle Ergänzung zum klassischen Immobilien-ETF im neuen Altersvorsorgedepot 2027 sind. Als Pensionär habe ich etwas Zeit, mich da wirklich reinzudenken, und ich finde die Kombination aus ETF-Rente und den neuen Förderregeln faszinierend.
Meine konkrete Frage: Gelten REITs als zugelassene Wertpapiere im AVD 2027, oder gibt es da Beschränkungen? Ich lese überall, dass REITs besonders in Zeiten niedriger Zinsen interessant sind, aber wie sieht es mit der Besteuerung aus – vor allem bei der nachgelagerten Besteuerung? Und sind REITs nicht tendenziell volatiler als breit gestreute Immobilien-ETFs?
Ich überlege, ob ich für meine Grundzulage von bis zu 360 Euro jährlich eher in klassische Immobilien-ETFs gehen sollte oder ob REITs für meine Situation als längerfristige Anlage mehr Sinn machen. Interessiert mich auch, wie andere das sehen – gerade im Kontext dieser neuen Frühstart-Rente.
Hallo Wolfgang, ich verfolge das Thema auch intensiv und bin mir bei REITs ehrlich gesagt unsicher. In meinem Thread zur Zeitrente habe ich mich ja hauptsächlich mit der Auszahlungslogik befasst, aber die Frage nach den geeigneten Wertpapieren beschäftigt mich auch.
Was ich bis jetzt verstanden habe: REITs haben ihre Stärke in der regelmäßigen Ausschüttung, aber gerade als langfristige Altersvorsorge finde ich es spannend, dass diese automatisch wieder angelegt werden. Hast du schon überlegt, wie du die Volatilität im Blick behalten möchtest? Gibt es da spezielle REIT-Indizes, die weniger schwankungsanfällig sind?
Da stimme ich Marco zu, aber mit einem Gedanken zusätzlich: Für die Frühstart-Rente könnte ich mir REITs tatsächlich vorstellen, wenn es um höhere Beträge geht. Ich plane ja ohnehin, meinen Enkeln über das AVD 2027 etwas aufzubauen – und da könnte die höhere Rendite eines konzentrierteren REIT-Anteils interessant sein.
Aber für deine persönliche Grundzulage als Pensionär? Da würde ich auch eher konservativ bleiben. Es geht doch darum, dass die Förderung arbeitet, nicht um Spekulationen. Hast du überlegt, REITs eventuell nur mit eigenem Geld (außerhalb der Förderung) zu gewichten?
Wolfgang, interessante Frage. Aus meiner beruflichen Erfahrung: REITs erfüllen durchaus die Produktregeln 2027, solange sie in einem anerkannten Index abgebildet sind. Das ist der entscheidende Punkt.
Zu deiner Frage zur Volatilität – ja, REITs sind beweglicher als breite Immobilien-ETFs. Aber für jemanden in deiner Lebenssituation könnte das sogar ein Vorteil sein: Du brauchst das Geld nicht kurzfristig, und über 20+ Jahre können REITs durch ihre Dividenden-Reinvestition im AVD 2027 interessant werden.
Mein Tipp: Misch es. 70% breite Immobilien-ETFs (für Sicherheit), 30% REIT-ETFs (für Rendite). So nutzt du die Frühstart-Rente optimal und hast trotzdem die Balance, die dein Profil braucht. Bei den Produktregeln gibt es da keine Einschränkungen, solange der Index anerkannt ist.