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Riester-Punkte auf neue Förderung anrechnen – geht das überhaupt?

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Heinz K.
Beiträge: 15
Themenstarter
(@rentendepot62)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#31]

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich gerade in der Sommerpause ein bisschen intensiver mit dem Thema Altersvorsorge – die Hitze draußen lädt ja nicht unbedingt zum Rausgehen ein. Ich habe seit vielen Jahren einen klassischen Riester-Vertrag laufen und frage mich jetzt, ob es irgendeine Möglichkeit gibt, die bereits angesammelten Förder- oder Bonusjahre aus dem alten Riester irgendwie auf das neue Altersvorsorgedepot 2027 "mitzunehmen" oder zumindest anrechnen zu lassen.

Mit klassisch meine ich: Ich habe immer brav eingezahlt, die Grundzulage bekommen, alles soweit ordnungsgemäß abgewickelt. Jetzt frage ich mich, ob das neue Depot ab 2027 irgendwie an die Förderhistorie des alten Vertrags anknüpft – zum Beispiel bei Wartezeiten, Fördervoraussetzungen oder ähnlichem.

Oder ist das komplett getrennte Systeme und ich fange beim neuen Depot bei null an? Ich bin kein Finanzprofi, aber ich möchte das rechtzeitig verstehen, bevor das 2027 losgeht. Hat da jemand schon konkrete Informationen oder zumindest begründete Einschätzungen? Quellen wären super, falls jemand etwas belastbares gefunden hat.

Danke schon mal!


1 Antwort
RentenPro67
Beiträge: 43
(@rentenpro67)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Gute Frage, die ich mir auch schon gestellt habe. Nach meinem bisherigen Kenntnisstand sind das tatsächlich vollständig getrennte Systeme – das neue Altersvorsorgedepot knüpft nicht an bestehende Riester-Förderhistorien an. Es gibt keine Anrechnungsmechanik für Vorjahre aus einem Riester-Vertrag.

Das bedeutet konkret: Du startest beim neuen Depot formal bei null, was Fördervoraussetzungen betrifft. Die Zulagenlogik ist beim neuen Modell ohnehin anders aufgebaut als beim klassischen Riester – es geht nicht mehr um Zulage plus Sonderausgabenabzug in derselben kombinierten Form, sondern um ein angepasstes System mit anderen Schwellenwerten.

Was du dir aber vielleicht anschauen solltest: Wie du deinen laufenden Riester-Vertrag behandelst, wenn du ab 2027 ins neue Depot einzahlst. Denn ob du den alten ruhend stellst, weiterführst oder auflöst – das hat jeweils steuerliche und förderrechtliche Konsequenzen, die sich summieren können. Dazu hatte ich hier im Forum schon mal in einem ähnlichem Kontext etwas geschrieben: Mit 1.800€ netto als Berufseinsteiger – lohnt sich das Depot überhaupt? – nicht exakt dasselbe Thema, aber die Grundüberlegung zur Parallelführung alter und neuer Verträge ist ähnlich.

Für verbindliche Aussagen würde ich dir empfehlen, direkt beim BMF oder bei einem unabhängigen Steuerberater nachzufragen, sobald das Gesetz final in Kraft ist. Im Moment ist noch manches im Detail unklar.


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