Ich schau das etwas nüchterner an. Die Wissenschaft zeigt ziemlich klar, dass die Rebalancing-Häufigkeit in einem gut diversifizierten Langfristdepot einen überraschend geringen Einfluss auf die Rendite hat. Ob jährlich oder quartalsweise – die Unterschiede im Endvermögen nach 20-30 Jahren sind oft kleiner als gedacht.
Was wirklich zählt: Dass man überhaupt ein System hat und es konsequent durchhält. Ein jährlicher fester Termin – zum Beispiel jedes Jahr im Januar – ist für die meisten Sparer realistischer umsetzbar als eine Schwellenwert-Überwachung, die kontinuierliche Aufmerksamkeit erfordert.
Beim Altersvorsorgedepot ab 2027 könnte man das Rebalancing auch mit der jährlichen Einzahlung verbinden: Man schichtet nicht aktiv um, sondern kauft gezielt die underperformende Position nach. Das spart Transaktionen und ist steuerlich sauber. Ich hab das beim Anbietervergleich-Thread schon angesprochen – Kosten je Transaktion sind ein oft unterschätzter Faktor.