Hi zusammen,
als Projektmanager hab ich ehrlich gesagt wenig Zeit für komplexe Anlagestrategien. Nächstes Jahr kommt ja das neue Altersvorsorgedepot und ich möchte das Standarddepot nutzen um die volle Grundzulage mitzunehmen.
Jetzt überlege ich, wie ich langfristig (30+ Jahre bis Rente) mit ETFs verschiedene Märkte gewichten soll. Aktuell denke ich an 60% MSCI World (also USA-lastig) und 40% Europa/Emerging Markets.
Aber wie macht ihr das mit dem Rebalancing zwischen den Regionen? Die USA laufen ja seit Jahren besser als Europa, aber kann das 30 Jahre so weitergehen? Soll ich überhaupt aktiv zwischen den Märkten rebalancen oder einfach bei der Ausgangsgewichtung bleiben?
Im Sommer hab ich etwas mehr Ruhe für solche Planungen, deshalb würde ich das gerne bis zur Einführung 2027 durchdenken. Wie seht ihr das - eher passiv bleiben oder aktiv an der Gewichtung arbeiten?
Danke für eure Erfahrungen!
Hey,
kann deinen Ansatz gut verstehen! Ich bin auch gerade dabei, mich nach 15 Jahren Riester-Pause wieder mit dem Thema zu beschäftigen und das neue Altersvorsorgedepot klingt wirklich vielversprechender.
Zu deiner Gewichtung: 60/40 ist schon ein Klassiker. Ich würde aber ehrlich gesagt nicht zu kompliziert rebalancen. Als jemand der damals bei Riester schon mal den Überblick verloren hat - einfach halten ist oft besser als zu viel rumzufummeln.
Was die USA vs Europa Frage angeht: Klar, die USA liefen super, aber 30 Jahre sind lang. Ich denke eher an einen All World ETF als Basis - da ist das Rebalancing quasi automatisch drin und du musst nicht ständig überlegen. Vielleicht 80% All World und 20% Emerging Markets extra dazu?
Das schöne am neuen Depot ist ja, dass wir die Grundzulage bekommen ohne die ganzen Riester-Fallen. Ich plane auch erst mal mit einem einfachen Setup zu starten und dann zu schauen. Lieber simpel und durchhalten als kompliziert und aufgeben.
Was denkst du über All World statt der regionalen Aufteilung?