Hi zusammen,
ich hab eine Frage zum Rebalancing bei meiner ETF-Strategie fürs Altersvorsorgedepot. Plane ab 2027 70% MSCI World thesaurierend und 30% EM thesaurierend zu besparen.
Jetzt frage ich mich: Wie oft sollte man das Verhältnis wieder auf 70/30 zurücksetzen? Alle 6 Monate, jährlich oder erst wenn es richtig stark abweicht (z.B. 75/25)?
Bei thesaurierenden ETFs ist es ja nicht so einfach wie bei ausschüttenden, wo man die Dividenden umschichten kann. Da muss man dann verkaufen und neu kaufen, oder?
Nutze noch bis 2027 das normale Depot zum Üben, aber will schon jetzt die richtige Strategie entwickeln. Besonders im Sommer hab ich etwas mehr Zeit mich damit zu beschäftigen bevor dann ab Januar 2027 ernst wird.
Wie macht ihr das? Rebalanciert ihr überhaupt oder lasst ihr die Gewichtung einfach laufen?
Ich rebalanciere einmal im Jahr, meist zum Jahreswechsel. Das reicht völlig aus, solange die Abweichung nicht extrem wird.
Bei thesaurierenden ETFs nutze ich neue Sparraten zum Rebalancing - wenn der MSCI World zu stark gewachsen ist, erhöhe ich temporär den EM-Anteil bei den monatlichen Käufen. Verkaufen muss man dann seltener.
Im ETF-Thread hatte ich schon mal geschrieben, dass man nicht zu oft eingreifen sollte. Transaktionskosten fressen sonst die Rendite auf.
Sehe ich anders als A.Bergmann - ich rebalanciere gar nicht mehr aktiv. Nach Jahren der Erfahrung bin ich zur "Buy and Hold" Fraktion gewechselt.
Warum? Die besten performenden Regionen soll man eigentlich laufen lassen. Wenn der MSCI World dauerhaft besser läuft als EM, spricht das für sich.
Für Anfänger ist regelmäßiges Rebalancing aber durchaus sinnvoll als Disziplin. Einmal jährlich wie vorgeschlagen ist ein guter Kompromiss.